Wednesday, May 30, 2007

Third month

Mittlerweile ist nun auch schon der dritte Monat in Ames herum. Diesen Monat waren nicht so viele grosse Events (Chicago, Umzug und Kanufahren+Camping) und daher gab es weniger Posts. Was hier alles sonst noch so passiert ist, werde ich versuchen nochmal kurz zusammen zu fassen.
Anfang des Monats waren die "Finals" und so gut wie jeder war mit lernen beschaeftigt. Es war gar nicht so einfach jemand zu finden, mit dem man was unternehmen konnte. Nach den Finals haben die Semesterferien begonnen und viele der Studenten haben Ames verlassen. Die meisten sind nach Hause gefahren oder zur "Summer school" an eine andere Universitaet.
Da im Mai keine Vorlesungen waren, fanden auch so gut wie keine Veranstaltungen von der Uni statt. (Mag auch am Mangel an Studenten liegen.)
Das Wetter hat sich stark verbessert und somit konnte ich mich an den meisten Tagen fuer ein paar Stunden in die Sonne legen und meine "Paper" lesen.
Wie gewohnt bin ich jede Woche zum Ultimate-Training und die restlichen Tage der Woche ins Gym gegangen. Um zum Trainingsfeld zu kommen, bin ich meistens mit dem Bus gefahren, da dieser fuer Studenten kostenlos ist. In den Bussen haengen Zeichen, von denen ich mir eines nicht erklaeren konnte und daher einen der Busfahrer fragen musste.
Die ersten drei duerften jedem klar sein, aber das vierte hat mich schon sehr gewundert. Die Antwort auf meine Fragen war "Don't get high!", was soviel heisst wie "Keine Drogen". Fand ich schon sehr abstrakt, aber nun sind ja erstmal alle Fragen geklaert. ;-)
In den letzten Wochen konnte man auch immer mehr und mehr Hasen, Eichhoernchen und Streifenhoernchen rumrennen sehen. Auf dem Campus sieht man vermehrt die Hasen und in den Gruenflaechen um den Campus herum sehr viele der Streifenhoernchen. In den letzten Tagen konnte man sehr viele junge Tiere sehen. Sie rennen voll suess durch die Gegend und geben lustige Laute von sich. Ich hab versucht eines der Tiere zu fangen, aber sie waren leider viel zu schnell fuer mich. Dafuer kann man sie wenigstens gut fotografieren. ;-)
Diesen Monat war ich auch in Des Moines shoppen. Der Hauptgrund war, das ich ein paar Sachen fuers Kanufahren und Campen brauchte, aber ich war auch froh mal wieder was ausserhalb von Ames zu sehen.
Wie ihr sehen koennt, war dieser Monat insgesamt chilliger als die vorherigen.

Noch ein paar kurze Updates fuer San Diego. Carlo hat diesen Monat sein Studium abgeschlossen und Florent ist nach einem Jahr in SD wieder zurueck nach Frankreich gegangen. Somit hat Carlo drei komplett neue Mitbewohner, da auch alle anderen ausgezogen sind. Letzte Woche war Ryans 21. Geburtstag und ich habe da einige sicherlich gute Parties verpasst. Das Wetter in SD war meistens schlechter als in Ames und das hatte mich schon sehr gewundert. Muss wohl am "Global warming" liegen. ;-)

Zum Schluss noch eine letzte Sache: Ich hab leider nicht von allen die Postanschrift mitgenommen und konnte mich an die meisten auch nicht mehr erinnern. Da ich noch einige Postkarten rumliegen habe, von denen auch ein paar schon geschrieben sind und aufgrund fehlender Adresse nicht abgeschickt werden koennen, werde ich jedem eine Postkarte schicken, der noch keine von mir bekommen hat und mir seine Adresse sendet solange ich noch in den USA bin. Versprochen!

Sunday, May 20, 2007

Kate Shelley Bridge

Es ist Sonntag mittag und wir haben eine aufregende Kanu-Tour und eine Nacht Camping hinter uns. Wir sind ausgeschlafen, vom Fruehstueck gestaerkt und bereit in die Zivilisation zurueck zu kehren. Der Himmel war so blau und die Ruhe so entspannend, wie schon lange nicht mehr. Auf dem Weg nach Hause haben wir uns daher entschlossen, das ganze doch noch ein wenig laenger zu geniessen und die grosse beeindruckende Bruecke vom Vortag nochmal etwas genauer anzuschauen und die Gegend noch ein wenig mehr auf dem Landweg zu erkunden. Nachdem wir uns Richtung Bruecke aufgemacht hatten und die Strassen schon nicht mehr als Strassen bezeichnet werden konnten, haben wir das Auto am Wegrand abgestellt und sind den Rest gelaufen. Alles war voller Gruen und Blumen in allen erdenklichen Farben vervollstaendigten das Bild.
Auf dem Weg zur eigentlichen Bruecke sind wir an einer kleineren aber trotzdem netten Bruecke vorbeigekommen. Dort haben wir eine kleine Pause eingelegt und erstmal was kleines gegessen und gechillt in den Himmel geschaut, waehrend das Wasser einige Meter unter uns entlang rauschte.
Man hatte aber nicht nur einen tollen Blick nach oben, sondern auch zu allen Seiten der Bruecke.
Von der anderen Seite konnte man schon erkennen wo genau wir hin wollten.
Aus der Naehe hat sich herausgestellt, das neben der alten Bruecke eine neue gebaut wird. Um das Gelaende herum waren ueberall Schilder mit der Aufschrift "Zutritt verboten" (natuerlich in englisch). Da wir aber die Bruecke nicht nur von unten sehen wollten und am Sonntag keiner dort gearbeitet hat, sind wir trotzdem weiter gegangen. Als dann doch jemand kam, haben wir versucht uns noch zu verstecken, waren aber leider zu langsam. ;-)
Zum Glueck war der Arbeiter gut gelaunt und hat uns das nicht uebel genommen. Nach einer kleinen Ermahnung und der Erklaerung, dass wir aus Europa sind, war alles gut. Er hat uns sogar einige Fragen zur Bruecke beantwortet und noch einige interessante Details hinzugefuegt.
Der Name der Bruecke ist "Kate Shelley Brigde" und es war zur Zeit der Erbauung (Anfang des 19. Jahrhunderts) die groesste doppelspurige Eisenbahnbruecke der Welt.
Aufgrund des alters und der starken Nutzung der Bruecke wird sie nun durch eine neue Bruecke ersetzt. Nach der Fertigstellung der neuen Bruecke wird die Kate Shelley Bruecke aber noch mindestens 5-10 Jahre unter Denkmalschutz stehen und nicht abgerissen werden.
Von oben auf der Bruecke hatte man einen wirklich schoenen Blick auf das Flusstal.
Da aller 5 Minuten eine neue endlose Eisenbahn kam und kein Platz fuer Fussgaenger war, konnten wir die Bruecke nicht von oben ueberqueren. Also ging es den ganzen Weg wieder zurueck, was aber bei dem Wetter und der erholsamen Natur nicht schwer viel.

Camping

Nach dem erlebnisreichen Tag im Kanu auf dem Des Moines River ging es noch nicht nach Hause, sondern zu einem Campingplatz in der Naehe. Dort wollten wir gemeinsam grillen und die Nacht verbringen.Gluecklicherweise hatten genuegend Leute ein eigenes Zelt, sodass ich mir darum keine Sorgen machen musste. Eigentlich braeuchte ich kein Zelt, da ich waerend meiner Bund-Zeit beim Ueberlebenstraining mehr als genug im Wald ohne Zelt verbracht habe. Trotzdem ist es nett etwas zwischen sich und den ganzen Muecken zu haben. ;-)
Nachdem alle ihre Zelte aufgebaut hatten, konnten wir endlich mit dem Essen beginnen. Es gab Hotdogs, die wir am Holzspiess ueber dem Lagerfeuer gegrillt haben.
Marshmallows durften bei all dem natuerlich nicht fehlen. :-)
Die gegrillten Marshmallows wurden dann zwischen zwei Grahams zusammen mit Hershey's Schokolade gepresst, wodurch die Schokolade zerschmolzen ist. Hat besser geschmeckt, als ich mit vorgestellt hatte. ;-)
Hier koennt ihr mal sehen, wie Amerikaner campen. Da kann man lange warten, bis jemand ein Zelt aufbaut. Sie sitzen die ganze Zeit in ihren Campern und schauen Fern.
Abends sassen wir dann alle noch um das Lagerfeuer herum und haben uns gegenseitig Geschichten erzaehlt.
Auf dem Campinglatz konnte man nachts sehr viele Waschbaeren sehen, die sich alles Essbare geschnappt hatten, wenn man nicht aufgepasst hat. Am naechsten morgen gab es dann Ruehrei mit Schinken fuer die Fruehaufsteher und fuer den Rest "Cream of Wheat", was man nur essen kann wenn man auch wirklich hungrig ist. Gegen mittag haben wir dann unsere Sachen zusammen gepackt und sind nach Hause aufgebrochen.

Saturday, May 19, 2007

Canoeing

Es ist Wochenende und mal wieder Zeit was zu unternehmen. Um Iowa und speziell die Gegend um Ames etwas genauer kennen zu lernen, bin ich mit ein paar anderen Leuten zusammen auf dem Des Moines River Kanu gefahren. Die Idee dazu entstand eine knappe Woche vorher und dank guter Organisation war alles perfekt geplant.
Samstag morgens um 8am haben wir uns alle auf dem Campus getroffen und sind dann zusammen zum Startpunkt gefahren.
Wir waren eine gute Gruppe von ueber 20 Studenten, die fast alle vorher noch nie Kanu gefahren sind. Sollte somit also ein lustiger Tag werden. ;-)
Nachdem alle Kanu's abgeladen waren und die Verpflegung fuer unterwegs darin verstaut war, konnte es auch schon ab ins Wasser gehen.
Wir hatten 11 Kanus und 1 Kajak und somit haben sich zwei Personen ein Kanu geteilt. Neben Olga in meinem Kanu waren auch die anderen Europaer mit unterwegs.
Der Fluss war aufgrund des vielen Regens bedeutend breiter als sonst und auch gefaehrlicher. Viele der Baeume vom Rand wurden vom Wasser mitgenommen und befinden sich teilweise noch unter dem Wasser.
Nach den ersten paar Minuten hat es die Ersten auch schon erwischt. Einer der Baeume, der nur knapp aus dem Wasser ragte und somit nicht sofort zu sehen war, hat eines der Kanus zum abkippen gebracht. Nicht nur, dass das Wasser durch Ueberschwemmungen sehr schmutzig war, sondern das sich auch einige gefaehrliche Tiere (wie Schlagen) im Wasser befanden, machten das ganze weniger angenehm fuer die beiden.
Ich haette nicht gadacht, das ich in Iowa Kanu fahren wuerde und auch nicht, dass es so viel Spass macht. Die Aussicht und die anderen Leute haben einen grossen Teil dazu beigetragen.
Nach ein paar Stunden rudern wurden wir langsam muede und zu dieser Zeit bekamen wir ungluecklicherweise starken Gegenwind. Die Kanus in denen sich zwei Maedels befanden, konnten einem ganz schoen leid tun. ;-)
Als wir endlich am Ziel angekommen waren, waren alle erschoepft und froh es endlich geschafft zu haben.
Waehrend wir gechillt in der Sonne lagen, haben die anderen die Autos vom Startpunkt geholt. Da sich eines der Autos aber verfahren hatte, haben wir dort mehr als eine Stunde verbracht. Einige der Leute sind waehrend dieser Zeit sogar in dem Wasser baden gegangen. Nachdem die Autos endlich da waren, mussten wir nur noch die Kanus aufladen und dann konnte es endlich zu Campingplatz gehen, wo das Essen auf uns wartete. Dazu aber mehr im naechsten Post ...

Thursday, May 17, 2007

Aldi

Heute hatte ich einen Kurs fuers Resumé schreiben bei einer Agentur ausserhalb des Campus. Auf dem Weg dort hin hab ich doch tatsaechlich einen Aldi gefunden und das mitten in Amerika. Von weiten dachte ich: "das sieht ja fast wie das Aldi-Logo aus". Als ich naeher kam, war kein Zweifel mehr - es handelte sich um einen Aldi.
Nach dem Kurs konnte ich es mir nicht entgehen lassen dort vorbei zu schauen und zu checken was es alles gibt. Neben 2 Sorten Haribo (besonders wichtig fuer mich) gab es auch einige andere deutsche Marken, was ich super fand. Schade nur, dass es so weit von meinem Haus entfernt ist und ich dort so schnell nicht wieder hinkommen werde.

Tuesday, May 8, 2007

Moving out and in

Diese Woche bin ich in ein neues Haus umgezogen. Gruende dafuer gab es genug ...
... neueres Haus (groesser und billiger), ...
... mit Grillplatz fuer BBQ's im Sommer, ...
... grosser Hintergarten (perfekt zum chillen in der Sonne), ...
... ruhigere Gegend mit viel gruen (daher auch der Name der Strasse: Wood St.) und weniger als 5 Minuten zum Park, ...
... groessere und bessere Kueche, ...
... schoenerem und gemuetlicherem Wohnzimmer, ...
... groesseres Zimmer mit besserem Wandschrank und zwei Fenstern (zusaetzlich schoen kuehl durch Baeume vor dem Haus und wenn's doch zu warm wird, gibt es die Klimaanlage), grosser Keller mit Waschmaschine und Trockner (kein Waschsalon mehr), naeher zum Labor, ...

Der eigentliche Grund, warum ich nach einem neuen Haus gesucht hatte, war, dass meine Mitbewohnerin das exakte Gegenteil von sauber war und mich mit der Miete beschissen hat. Da gerade Sommer ist und Ames mehr als genug freie Zimmer im Angebot hat, war es kein Problem ein paar neue Zimmer anzuschauen und das Beste herauszusuchen. Somit war ich in weniger als einer Woche in ein neues Haus umgezogen, nachdem ich das mit der Miete herausgefunden hatte.
Jetzt wohne ich mit drei wirklich netten Maedels (Alanna, Allison und Nicky) zusammen und musste mir nur noch ein paar Moebel fuers Zimmer besorgen. Was ihr alles auf den Bildern seht, hat mich zusammen 140$ gekostet und ist ausreichend fuer die restlichen Monate hier in Ames. Die Sachen hatte ich innerhalb von wenigen Tagen zusammen und Leute fuer den Umzug kannte ich mittlerweile auch genug.
Irgendwie kann ich froh sein, dass alles so verlaufen ist, denn das ganze hat sich in jeder Hinsicht verbessert. :-)

Sunday, May 6, 2007

Chicago III

Der Sonnenaufgang diesen Morgen war - zumindest von Ross' Apartment aus - schoener als gestern. Keiner wollte wirklich aufstehen und ans Wasser gehen. Mussten wir aber auch nicht, denn die Aussicht war gut genug.
Heute fand "Championship on Ice" statt, weswegen Olga nach Chicago gekommen ist. Da mir die Karten zu teuer waren und ich nicht so ein grosser Fan von der Show bin, hatte ich nochmal ein paar Stunden mehr Zeit mir Chicago genauer anzuschauen, waehrend die beiden die Show geniessen konnten.






Nachdem mich die beiden in Downtown abgesetzt hatten, bin ich erstmal zum "Sears Tower" gegangen, um mir auf dem "Skydeck" Chicago von oben anzuschauen.
Das Gebaeude war eine lange Zeit das hoehste der Welt. Das Aussichtsdeck befindet sich im 103. Stock. Bevor man jedoch dort hin kommt, gibt es einen kleinen Film ueber die Geschichte des Gebaeudes. Die Idee zum Design entstand bei einem gemeinsamen Essen der Architekten, als einer der beiden mit ein paar Zigaretten herumspielte und diese in unterschiedlichen Hoehen anordnete. Das Gebaeude beginnt mit 3x3 Quadraten, die auf unterschiedlichen Stockwerken enden, sodass am Ende nur noch einer der Quadrate uebrig bleibt.
Die Aussicht von oben war super und da das Wetter besser war als gestern, konnte ich diese auch vollkommen auskosten.
Traumhaft diese Aussicht. Hat mich ein wenig an den Main Tower in Frankfurt erinnert, mit dem Unterschied das dieser nicht ganz so hoch ist.
Im Millennium Park war heute auch Dalai Lama, der Machthaber von Tibet und wohl bekannteste Buddhist, zu Gast. Die Karten fuer seine Rede waren leider schon ausverkauft, aber von hier oben hatte man einen guten Blick auf das Ganze.
Nachdem ich mir alles genau von oben angeschaut hatte, war es so langsam Zeit noch ein wenig durch Downtown zu laufen.
Mitten in Downtown befindet sich auch das wirklich eindrucksvolle Gebaeude in dem Ross arbeit, das "Chicago Board of Trade".
Was auch noch interessant war, war das Gebaeude auf dem linken Bild. Kaum zu glauben, aber es handelt sich dabei um ein Gefaengnis - und das mitten in Downtown Chicago. Die Fenster waren extra klein gehalten, damit die Insassen die Aussicht nicht geniessen konnten. Auf dem Dach konnten man die Wachen mit ihren Gewehren entlang laufen sehen.












Gegen 3pm war die Eis-Show vorbei und wir haben uns auf dem Platz auf dem rechten Bild getroffen. Das Flache Gebauede in der Mitte ist eine alte Post und wurde daher noch nicht durch ein anderes Gebaeude ersetzt. Nachdem wir noch zusammen etwas in einem italienischen Restaurant gegessen hatten, wurde es Zeit wieder zurueck nach Ames zu fahren, da Olga und ich Montag wieder arbeiten mussten.
Das Wochenende in Chicago war wirklich super und es war schwer davon Abschied zu nehmen - vor allem wenn man zurueck nach Ames muss. Da Olga auf dem Hinweg gefahren ist, hab ich das auf dem Rueckweg uebernommen. Irgendwann auf halber Strecke wurde ich dann von der Polizei angehalten. Komischerweise hat mich der Polizist nur gefragt, woher ich bin und nachdem ich ihm "Germany" geantwortet hatte, wollte er nicht mal meinen Fuehrerschein sehen. Ein paar Stunden spaeter sind wir dann beide aber doch ohne weitere Zwischenfaelle in Ames angekommen.

Saturday, May 5, 2007

Chicago II

Da die Aussicht auf Downtown letzte Nacht so beeindruckend war, haben wir uns entschlossen 5am aufzustehen, zum Wasser zu gehen, den Sonnenaufgang zu betrachten und danach wieder schlafen zu gehen. Es war kalt, bewoelkt und wir waren super muede - trotzdem hat es sich gelohnt. Es ist schwer die ganze Atmosphaere auf einem Bild einzufangen, wenn man das Wasser und die Voekel nicht hoeren kann. Der See (Lake Michigan) ist so gross, dass man fast denken kann es ist ein Meer. Es gibt (kuenstlich angelegte) Sandstraende und kleine Wellen wie bei einem richtigen Meer. :-)
Der Blick auf Downtown war auch bei Tagesanbruch super.
Nachdem wir noch ein wenig geschlafen hatten, sind wir in ein nettes Diner fruehstuecken gegangen. Danach ging es dann mit dem sog. "L train" (von Elevator - Aufzug) in wenigen Minuten nach Downtown. Dort haben wir den Hauptteil des Tages verbracht. Da Olga und Ross so gut wie alles schon kannten, konnte ich eine super Tour in vollen Zuegen geniessen.
Die Wolkenkratzer waren beeindruckender als in San Diego oder LA. Sie waren viel hoeher und auch vielfaeltiger als alle die ich bisher gesehen hatte. Im Zentrum konnte man fuenf Baustellen fuer weitere Wolkenkratzer sehen, darunter auch der Trump Tower.
Trotz der vielen Metall- und Glas-Bauten gab es ueberall Blumen und Baeume zu sehen, was das ganze noch viel schoener erschienen lies.
In Chicago gab es aber nicht nur hohe Haeuser und Blumen zu sehen, sondern auch eine Menge Kunst - und wenn ich Kunst schreibe, meine ich nicht irgendwelche Bilder oder Statuen. Eine wirklich coole Sache im "Millennium Park" war "The Crown Fountain", die im letzten Jahr erschaffen wurde. Dabei handelt es sich um zwei grosse Bloecke, an denen an drei Seiten Wasser herunter fliest und an der vierten Seite animierte Gesichter zu sehen waren.
Scheint, dass ich eine gute Zeit ausgesucht hatte um Chicago anzuschauen, denn vor einem Jahr gab es den Millennium Park noch nicht in dieser Form.
Das wohl bekannteste Kunstwerk hier duerfte die "Cloud Gate" (Wolkenbruecke) sein.
Es ist nicht nur beeindruckend es anzuschauen, sondern macht auch Spass damit rumzuspielen. Damit meine ich lustige Fotos machen und sein Spiegelbild in allen Richtungen zu betrachten.
Um euch mal einen kleinen Ueberblick ueber die Preise der Kunstwerke zu geben, hier die Herstellungskosten fuer die beiden gerade beschriebenen Werke: Crown Fountain 17M$ und Cloud Gate 23M$.
Eine weitere Attraktion war der "Jay Pritzker Pavilion" und die daran anschliessende Schlangen-artige Bruecke.
Nach all der Kunst sind wir Richtung "Navi Pier" gelaufen. Die Bauwerke auf dem Weg dort hin waren etwas aelter, aber trotzdem nicht weniger beeindruckend.
Irgendwann haben wir einen der kostenlosen Touristen-Trams genommen und sind dann am Pier entlang gelaufen. An diesem Tag waren sehr viele Polen unterwegs und wie sich spaeter rausstellte, war es ein polnischer Nationalfeiertag der am Pier gefeiert wurde. In Zusammenhang damit wurde mir spaeter noch erzaehlt, dass es in Chicago mehr Polen gibt als in der polnischen Hauptstadt selbst.
Vom Pier aus hatte man einen tollen Ausblick auf den See und auch auf Downtown.
Nachdem wir uns noch ein wenig umgeschaut hatten, sind wir wieder zurueck zu Ross' Wohnung gefahren und haben uns fuer die Nacht fertig gemacht. Da wir auch so langsam hungrig wurden, haben wir uns mit ein paar anderen zum Essen getroffen und sind danach mit ihnen durch ein paar Bars gezogen.
Links von mir sitzen Mike, Kenny, Olga und Ross, die alle zusammen studiert haben und rechts von mir sitzt Bill, ein Schulfreund von Kenny. War ein wirklich netter und lustiger Abend mit ihnen. Das ganze Sightseeing tagsueber hat uns aber doch ganz schoen geschafft und daher waren alle froh irgendwann nach Hause zu gehen und den Rest der Nacht im Bett zu verbringen.