Neues Wochenende - neues Abenteuer! :-)
Diesmal ging es nach Kirksville im Bundesstaat Missouri. Dieser liegt suedlich von Iowa und 3-4 Stunden mit dem Auto von Ames entfernt. Der Slogan der Stadt ist "Where People Make The Difference", was soviel bedeutet wie "Wo Menschen den Unterschied machen". Es leben etwa 20.000 Menschen in Kirksville, wobei der Grossteil Studenten sind, also aehnlich wie in Ames.
Zur Stadt an sich gibt es nicht so viel zu erzaehlen. Was ich Interessantes fand, war, dass einer der beiden Personen (John Pershing) mit dem hoechsten Rang in der US Army, dem "General of the Armies", aus Kirkville stammte. Nach ihm erlangte nur George Washington den selben Rang. Der Rang entspricht einem 6-Sterne General und soweit ich weiss gibt es heute nur noch 5-Sterne Generaele.
In den USA ist mir schon mehrfach aufgefallen, das einige Auto keine normalen Nummernschilder besitzen, sondern irgendetwas anderes. Mir wurde gesagt, dass man die ersten 30 Tage nach dem Kauf eines Fahrzeugs kein Nummernschild haben muss. Waere ganz nett in Deutschland fuer diese Zeit mit einem Auto herumzufahren und nicht ueber Blitzer nachdenken zu muessen. ;-)
Neben den Nummernschild-freien Auto konnte man auf dem Weg nach Missouri einige Pferdewagen sehen. In dieser Gegend leben viele Amish Leute. Diese leben nach dem Glauben des "Anabaptist Christian" und verweigern sich aller modernen Dinge. Sie haben kein Geld, keine Autos, keine Versicherung, produzieren ihre Kleidung und Lebensmittel selbst und sprechen einen deutschen Dialekt namens "Pennsylvanie Deutsch".
Nachdem wir in Kirksville angekommen waren, habe ich eine Tour durch die Truman Universitaet bekommen. Diese ist eine (und die groesste) von drei Unis in Kirksville, was aufgrund der Groesse der Stadt schon beeindruckend ist. Wie ihr auf dem Foto sehen koennt, sind die Bulldogs das Maskottchen der Uni.
Der Campus ist kleiner als der von Ames, jedoch mindestens genauso gruen.
Fuer den Sommer sind die vielen Gruenflaechen wirklich perfekt. Ueberall gibt es kleine Gaerten mit bunten Blumen und Wiesen zum chillen.
Auf dem Campus konnte man sich viele Tiere anschauen. Neben Echsen, Schildkroeten und Fischen gab es auch sehr viele verschiedene Schlangenarten zu sehen.


Zum Glueck sind alle Schlangen sicher in ihren Terrarien, ansonsten koennten die Eichhoernchen nicht so froh durch den Campus springen und ihr freies Leben geniessen.


Nach der Campus-Tour ging es gegen Abend zum "Thousand Hills State Park". Dort gibt es neben vielen Waeldern einen grossen See.
Endlich gab es mal wieder Wasser und ich konnte mein Surf-Training fortsetzen. ;-)
Wenn man eine Lizenz zum Fischen hatte, konnte man sich ein Boot ausleihen und fischen gehen. Aber auch ohne fischen konnte man sich eines der vielen Boote mieten und den See erkunden. Neben Paddelbooten gab es auch Schnellboote mit einem Reifen zum Ziehen, falls das paddeln zu langweilig sein sollte.
Nachdem wir ein wenig am See gechillt hatten, sind wir abends noch
in ein paar Bars gegangen.
Dort habe ich ein neues Spiel ausprobiert, das sich "Shuffleboard" nennt. Mir wurde gesagt, dass es so verbreitet ist wie Pool. Komischerweise habe ich es vorher noch nicht gesehen. Muss wohl daran liegen, dass man fuer das "Shuffleboard" ein wenig mehr Platz benoetigt.

Nachdem ich ein paar andere Leute habe spielen sehen, musste ich einfach fragen, ob ich es mal ausprobieren kann. Nach ein paar Versuchen bin ich dann ins Spiel eingestiegen und hab kraeftig mit gepunktet. :-)
Auf jeder Seite des Board spielen je einer der beiden Spieler pro Mannschaft und gespielt wird bis 21 Punkte.
Auf dem Board befinden sich kleine Kuegelchen, dass sog. "Shuffle Powder", die die Puck-artigen Dinger gleiten lassen.
Man muss versuchen die "Pucks" moeglichst am anderen Ende des Boards zum Stehen kommen zu lassen, aehnlich wie beim Curling.
Je naeher am Ende, desto mehr Punkte (1, 2 oder 3) kann man am Ende erreichen.
Nach dem "Probespiel" hab ich dann von Anfang an mitgespielt und gegen die andere Mannschaft 21:4 gewonnen. Nicht schlecht, oder?
Den naechsten Tag haben wir nochmal im Park am see verbracht und sind danach noch ein wenig durch die Stadt auf Erkundungstour gegangen. am fruehen Abend haben wir uns dann leider schon wieder auf dem Weg nach Hause gemacht.
Der Himmel sah sogar so aus, als ob man zum Meer fahren wuerde. Hat mich ein wenig an die Zeit vor Ames erinnert. :-)