Saturday, July 28, 2007

Fifth month

Die letzten Tage ist hier in Ames nicht viel passiert. Ich war meistens arbeiten und das auch am Wochenende. Das Wetter war groesstenteils wirklich gut, mit Ausnahme einiger starker Gewitter in den Naechten.
Diese Woche hab ich mir die Nachbildung des ersten elektronischen Digitalcomputers angeschaut. Diese befindet sich in einem der Uni-Gebaeude hier in Ames. Der Grund dafuer ist einfach, denn die beiden Erfinder Atanasoff und Berry arbeiteten an der ISU waehrend dessen Entwicklung. Die erste Konstruktion des ABC (Atanasoff-Berry Computer) wurde 1937 der Oeffentlichkeit demonstriert. Heutige Computer verdanken dem ABC wichtige Schluesselkonzepte, wie Zahlendarstellung mit 0 und 1 anstatt 0 bis 9, separate Speicher- und Berechnungsfunktionen, dynamischen Speicher, usw...
Wenn man sich die ABC anschaut, ist sie gar nicht so gross, wie man vielleicht denken wuerde.
In Verbindung mit dem ABC steht auch eine der laengsten Gerichtsverhandlungen der Geschichte. Es ging darum, dass das Patent der ENIAC (Electronic Numerical Integrator and Computer) die grundlegenden Ideen der modernen Computer besitzen soll. Das Gericht entschied am Ende, dass die Ideen von Atanasoff stammen und das Patent der ENIAC somit unguelig ist.

In ein paar Tagen ist auch der fuenfte Monat hier in Ames herum und das Ende meines Aufenthaltes rueck immer naeher. Fuer alle, die es noch nicht wissen, ich werde im September wieder zurueck nach Deutschland fliegen. Bis dahin habe ich hier aber noch einiges geplant. Also immer schoen ab und zu bei meinem blog vorbei schauen und sehen was es neues gibt. ;-)

Sunday, July 8, 2007

Minneapolis Downtown

Bevor wir wieder zurueck nach Hause gefahren sind, haben wir uns auch noch Downtown von Minneapolis genauer angeschaut. Minneapolis ist mit knapp 400'000 Einwohnern um einiges groesser als Des Moines. Betrachtet man die Metropole von Minneapolis und Saint Paul, auch Twin Cities genannt, sind es sogar weit ueber 3 Millionen Einwohner.












Minneapolis zaehlt als primaeres Wirtschaftszentrum zwischen Chicago und Seattle. Somit wundert es nicht, dass die meisten der Wolkenkratzer Finanzfirmen gehoeren. Nachdem wir ein wenig das Zentrum erkundet hatten, haben wir uns fuer eines der Restaurants entschieden und irische Kueche genossen.












Waehrend des Essens hat sich das Wetter so stark verschlechtert, dass wir uns entschlossen hatten doch schon eher zurueck zu fahren. Nach diesem Wochenende kann ich einen weiteren Bundesstaat zu meiner Liste hinzufuegen. Wenn ich die Zeit finde, werde ich versuchen die restlichen 3 Bundesstaaten zu bereisen, die an Iowa angrenzen.

Walker Art Center

Den Sonntag haben wir etwas entspannter verbracht. Nach dem Fruehstuck haben wir uns entschlossen zum "Walker Art Center" zu fahren und uns die aktuelle Ausstellung und den "Minneapolis Sculpture Garden" anzuschauen.Der Sculpture Garden ist einer der groessten Urban Skulpturparks der USA und wurde 1988 eroeffnet. Seitdem wurde er im laufe der Jahre immer mehr vergroessert und fasst heute mehr als 45000qm. Das bekannteste Kunstwerk duerfte die "Spoonbridge and Cherry" von Oldenburg und van Bruggen aus dem Jahre 1988 sein.
Ich konnte mir natuerlich nicht entgehen lassen, die Kirsche zu probieren. Hat aber leider sehr alt geschmeckt. ;-)
Neben dem Loeffel mit Kirsche duerfte auch der Hase auf der Glocke (Hare on Bell) bekannt sein. Hat mich ein wenig an die Geschichte vom Hasen und Igel erinnert. :-)
Nachdem wir uns alle Skulpturen angeschaut hatten, darunter auch von deutschen Kuenstlern, sind wir ins "Walker Art Center" gegangen. Das Gebaeude auf dem naechsten Bild zeigt die zwei Jahre alte Erweiterung des originalen Gebaeude im rechten Hintergrund. Das Gebaeude besteht aus einem Theater und 11 Galerien.
Die derzeitige Ausstellung im Walker Art Center ist "Picasso und amerikanische Kunst" und das wollten wir uns natuerlich nicht entgehen lassen. Wann bekommt man schon mal die Chance die Gemaelde der bekanntesten amerikanischen Kuenstler der Moderen und von Picasso selbst zu sehen.
Die Ausstellung war sehr interessant, wenn ich auch zugeben muss, dass ich die Bilder nicht wirklich verstanden habe. Zu einigen der Bilder gab es Beschreibungen, doch manchmal haben selbst diese nicht weiter helfen koennen.
Nach den 11 Galerien voll mit Gemaelden, haben wir noch ein wenig auf der Terrasse auf dem Dach des Gebaeudes in der Sonne gechillt. Die Aussicht auf Minneapolis Downtown und den Sculpture Garden war von dort gar nicht so schlecht. :-)

Saturday, July 7, 2007

Minneapolis at Night

Nach dem anstrengenden Tag in der Mall of America ging es nach einem kurzen Aufenthalt im Hotel in die Innenstadt von Minneapolis. Dort sind wir erstmal ins "Shout House" gegangen.

Das Shout House ist ein Rock 'n Roll Club mit Livemusik. Auf der Buehne befanden sich 2 Fluegel-Klaviere, ein Schlagzeug, 2 Gitarren und 4 Entertainer. Diese haben je nach Wunsch der Gaeste alle moeglich Rocksongs gespielt und gesungen. Die Stimmung in dem Club war schon am fruehen abend richtig gut, da ein paar Maedels ihr Bachelorette-Party dort gefeiert haben.
Das sind die Jungs und Maedels, mit denen ich das Wochenende unterwegs war. Die meisten duerfte ihr schon von aelteren Bildern kennen. Neu ist nur der 3. von links und das ist der Freund von der deutschen Studentin, der hier gerade Urlaub macht.
Gegen Mitternacht sind wir dann weiter gezogen. Die Strassen waren nett mit Lichtern geschmueckt und in einigen der Vierteln gab es mehr deutsche Autos (sprich Mercedes) als Leute auf der Strasse.
Bevor wir wieder zurueck ins Hotel sind, sind wir noch zum Mississippi River gelaufen, der Minneapolis von Saint Paul trennt. Die Aussicht auf Downtown war von der Bruecke aus besonders gut.
Zurueck im Hotel sind alle sehr schnell eingeschlafen, was bei der ganzen Lauferei an dem Tag nicht verwunderlich war.

Mall of America

Fuer dieses Wochenende war ein Trip nach Minneapolis geplant. Die Stadt befindet sich noerdlich von Iowa im Bundesstaat Minnesota und ungefaehr 3-4 Stunden mit dem Auto entfernt. Der Hauptgrund fuer den Trip war eine Shopping-Tour durch die "Mall of America" in Bloomington, ganz in der Naehe von Minneapolis. Die Mall of America wurde 1992 eroeffnet und ist eines der groessten Einkaufszentren der Welt. Mit ueber 520 Geschaeften, 50 Restaurants und dem groessten amerikanischen Indoor Freizeitpark auf 4 Etagen.Der Freizeitpark in der zentralen Halle bietet mehr als 30 verschiedene Attraktionen und im Erdgeschoss des Gebaeudes befinden sich weitere. Zu diesen zaehlen ein Unterwasser-Aquarium mit ueber 4500 Meereslebewesen, ein Nascar Speedway, ein Flugsimulator und einiges mehr.
Nach 8 Stunden shopping haben wir dann doch aufgegeben. Ich habe ca. die Haelfte aller Geschaefte zumindest von aussen gesehen und einige auch von innen. In dem riessigen Gebaeude konnte man wirklich alles finden was man braucht. Zum Glueck bin ich nicht mehr so lange in den USA und mache mir schon Gedanken ueber mein Gepaeck. Ansonsten waere ich sicherlich bedeutend mehr Geld losgeworden. ;-)

Wednesday, July 4, 2007

Independence Day

Heute ist der 4. Juli und das heisst in Amerika es ist "Independence Day". Spaetestens nach dem gleichnamigen Film mit Will Smith im Jahr 1996 duerfte jeder zumindest schon mal davon gehoert haben. Der Feiertag dient zum Andenken der Unabhaengigkeitserklaerung von Gross Britannien am 4. Juli 1776.
Da ich mich gerade in Iowa befinde und das zu weit von Washington entfernt ist, habe ich versucht den Tag trotzdem so amerikanisch wie moeglich zu verbringen. Daher ging es am fruehen Abend zu einem Baseballspiel der Iowa Cubs gegen New Orleans. Das Spiel fand in Des Moines im Principal Park statt. Da ich noch nie bei einem Baseballspiel live dabei war, war ich schon ein wenig darauf gespannt.
Vor dem Stadium hat eine kleine Band die Wartezeit etwas angenehmer gemacht. Wir hatten an diesem Tag auch Glueck mit dem Wetter und es schien die ganze Zeit die Sonne. Neben dem Eingang standen ein paar lustige Bronzefiguren von jungen Baseballspielern.
Das Spiel sollte ueber 9 Runden gehen und ungefaehr 3 Stunden dauern. Das Stadium war kleiner als ich gedacht hatte, zumindest sieht das Baseballfeld im Fernsehen immer groesser aus. War aber trotzdem beeindruckend und ich fand ganz gut, dass man wirklich nah am Spielfeld sass.
Das Spiel an sich war nicht wirklich aufregend und die Vorstellung, dass es noch ueber 2 Stunden dauern wird, war nicht gerade hilfreich. Zum Glueck passierte ab und zu mal was unabhaengig vom Spiel. So zum Beispiel der Besuch von Obama, einem der Praesidentschaftskandidaten fuer die naechsten Wahlen in den USA. Die Menge war von seinem Besuch sehr beeindruckt und er hatte ein Menge Haende zu schuetteln. Gluecklicherweise war mein Sitzplatz in dern Naehe von seinem und somit ist er genau vor mir entlang gelaufen.
Hinter und vor ihm gab es eine Reihe von Bodyguards und man kam sich fast vor wie im Film. ;-) Nach ein paar Fernsehinterview hat er sich einen Sitzplatz gesucht und konnte sich erstmal ein wenig von der Menge erholen.
Zurueck zum Spiel. Bei einigen der geschlagenen Baelle musste man gut aufpassen. Sie flogen ins Publikum und koennen ganz schoen weh tun, wenn man einen ohne Vorwarnung abbekommt.
Nachdem Obama sich fuer 30 Minuten das Spiel angeschaut hatte, hat er das Stadium wieder verlassen und sich zu einer anderen Veranstaltung aufgemacht. Da es in der Sonne ziemlich heiss war, hab ich mich dann erstmal auf die Suche nach einem Eis gemacht. Die neueste Eis-Erfindung in den USA sind die sog. "Dippin Drops". Das sind kleine Eiskuegelchen in den verschiedensten Geschmacksrichtungen. Was ich ganz gut fand war, dass es in der Sonne nur sehr langsam geschmolzen ist. Wirklich praktisch bei dem Wetter. :-)
Nachdem es langsam dunkel wurde, war das Spiel immer noch in vollem Gange. Die Cubs lagen weit zurueck und die Fans waren nicht gerade motivierend. Somit wundert es mich nicht, dass sie am Ende 3:7 verloren haben und ich Baseball langweilig finde.












Nach dem Spiel gab es das Abschlussfeuerwerk fuer das Spiel und den 4. Juli. Das Feuerwerk hat ca. 20 Minuten gedauert und war das bisher beste Independence Day Feuerwerk, dass ich in meinem Leben gesehen habe. Es war wirklich sehr beeindruckend und ein schoener Abschluss des Tages.