Heute war es endlich soweit. Matthew wollte mich schon die ganze Zeit, die ich in San Diego bin, mit in die Wueste nehmen und mir ein paar Hoehlen zeigen. Der Winter ist dafuer perfekt, da es nicht ganz so heiss ist. Trotzdem war es ganz schoen warm, da wir wegen den Hoehlen lange Sachen anhaben mussten.
Matthew hat einen Jeep Wrangler und der ist ideal fuer die Tour gewesen - aber das werdet ihr spaeter selbst sehen. Erstmal ging es fuer ueber zweit Stunden auf der Strasse Richtung Westen. Nachdem wir die Wohngegend von San Diego verlassen hatten, gab es nur noch Berge mit Steinen. Die Steine wurden aufgrund des Wetters gebildet, sahen aber aus als haette sie jemand zu diesen Bergen zusammen gestapelt.
Die Fahrt dort hin schien endlos zu sein. Trotzdem gehoert dies alles noch zum San Diego County.
Ein wenig spaeter gings dann aber endlich offroad und es wurde interessanter. :-)
Haette ich ja fast vergessen. Der erste Halt war beim "Dessert View Tower", noch einige Zeit vorher. Dort lebte ein etwas komischer Mann, der ein wenig Touristenzeug verkaufte und in dem Turm lebte. Der Wind dort oben waere mir viel zu stark gewesen, um es da lange auszuhalten. Man musste schon gut aufpassen um nicht umgeblasen zu werden.


Der naechste Halt und somit der erste Halt offroad, war bei den ersten Bergen auf denen man klettern konnte. Matthew war mal fuer 6 Jahre professioneller Kletterer. Die meiste Zeit, die er in der Wueste verbringt, klettert er irgendwo herum. ;-)
Sieht doch ganz interessant aus. Vielleicht nicht wie eine normale Wueste nur mit Sandduenen, dafuer kann man aber mehr erforschen und herumklettern. :-)
Ich war erstaunt, als wir ein wenig spaeter Wasser auf der Strasse hatten, aber Matthew meinte, dass ist nur in der Winterzeit hier. Spaetestens bei diesem Bild duerfte klar sein, warum es sich nicht empfiehlt mit einem normalen Auto hier lang zu fahren und die Wueste zu erkunden.
Ein wenig spaeter waren wir dann an einem idealen Berg, um etwas zu klettern. Matthew hatte einen anderen Weg genommen und ihr koennt ihn als kleinen Strich in der Mitte des naechsten Bildes sehen.
War gar nicht so einfach, bei den Temperaturen dort hoch zu kommen, aber fuer den Ausblick vor dort hatte sich das echt gelohnt.
In Wueste gab es natuerlich auch kleine Sandstuerme. Hat mich nicht weiter gestoert, da wir die immer nur im Auto durchfahren haben und dann einfach die Fenster geschlossen hatten. Was ich super fand, war, dass die "Strassen" so kleinen Schildern markiert waren. Manchmal besser und manchmal schlechter zu finden.
Ein wenig spaeter waren wir dann im Canyon, wo sich die Hoehlen befinden. Das hier war der Eingang zu meiner ersten Hoehle und ich war schon ganz gespannt, was mich erwarten wuerde.
Es war ziehmlich raeumig im innern und das gute an diesen Hoehlen ist, das es keine Labyrinthe gibt. Man kann sich also nicht verlaufen. Es gibt nur zwei Eingaenge und einen Weg dazwischen.
Achja, haette ich fast vergessen zu erwaehnen. Matthew hatte noch einen Freund mitgenommen. Auf den naechsten beiden Bildern seht ihr mal den Unterschied in der Luft. Es wurde immer staubiger, was man gut an den Lichtreflexionen des Blitzes an den unzaehligen Staubkoernern sehen kann.


Die meisten Hoehlen enden nahe einer Bergspitze, wobei man hier vielleicht nicht unbedingt von Spitze reden kann. ;-) Die Aussicht war meistens wie diese und es war immer super windig da oben.
Wir haben uns insgesamt 5 Hoehlen angeschaut und einige der Wege in den Hoehlen waren so eng wie hier. Also nix fuer normal Amerikaner, die mal wieder zuviel Fast Food verschlungen haben. ;-)
Die Hoehlen waren super interessant und selbst wenn alles nur aus Schlamm und Dreck bestand, muesst ihr schon zugeben, dass das schon beeindruckend aussieht.


Hier seht ihr mal einen der Eingaenge auf der oberen Seite. Die Hoehlen wurden durch das Wasser gebildet, das sich seinen Weg von oben nach unten gesucht hat. Die meisten Hoehlen sind 10 Jahre alt. Einige von ihnen sind aber in den letzten Jahren eingestuerzt.
Einige Bereiche der Hoehlen waren schon vor laengerer Zeit eingebrochen und daher konnte man Teile der Strecke im freien laufen. Die laengste Hoehle, war ungefaehr 200m lang. Aber da man das nicht gerade, sondern eher in Schlaengellinien durchlaufen und teileweise auch durchkrischen musste, dauert das schon eine Weile, bevor man am anderen Ende das Tageslicht erblickt. In den Hoehlen ist es komplett Dunkel ohne unsere Lampen und ich woellte da echt nicht mit einer kaputten Lampe drin stecken.




Wenn man die andere Seite erreicht hat, muss man aber den ganzen Weg wieder zurueck. Einige der Ausgaenge waren ziehmlich steil.
Aber es gab anscheinend genuegend nette Leute, die Seile angebracht hatten und man sich somit nicht selbst darum kuemmern musste. Das Klettern in den Hoehlen war wegen dem Staub ganz schoen anstrengend, aber hat sich wirklich gelohnt.


Nach den vielen Hoehlen hat Matthew dann noch eine kleine Wuestentour gemacht und mir ein paar nette Plaetze dort gezeigt.
Die Aussicht war wirklich beeindruckend und die frische Luft tat richtig gut. ;-)
Danach ging es dann wieder auf den Rueckweg durch den Canyon, den wir gekommen waren.
Das war ein wirklich super Tag und ich kann euch nur empfehlen auch mal sowas mitzumachen. Matthew will mich auf jeden Fall wieder mitnehmen, wenn ich wieder in der Naehe bin. Und eins kann ich euch sagen, ich werde dann garantiert nicht nein sagen. Vielleicht gibt es bis dahin auch wieder ein paar neue Hoehlen. Wenn nicht, auch nicht so schlimm, denn wir haben nur einen Bruchteil aller Hoehlen gesehen.
